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KNIEGELENK

SEHNENVERLETZUNG

BANDVERLETZUNG–KREUZBANDPLASTIK

Eine besondere Kompetenz liegt auch in der Behandlung von Bandverletzungen am Kniegelenk. Hier werden standardmäßig Kreuzbandersatzplastiken, komplexe Instabilitäten mit Seitenbandverletzungen und Instabilitäten der Kniescheibe operativ behandelt. Durch Sport-, Arbeits- oder private Unfälle können stabilisierende Bänder im Kniegelenk verletzt werden. In Abhängigkeit der Beschwerden wie Schmerzen oder gefühlte Instabilität müssen bandstabilisierende Operationen durchgeführt werden. Die Operationsergebnisse nach Kreuzbandplastik sind eng mit der operativen Erfahrung des Operateurs verbunden- Prof. Varoga zählt hier zu den führenden Kreuzbandchirurgen im Norden.

 

Da die ausgelockerten Strukturen nicht wieder nachgespannt werden können, müssen die verletzten Strukturen durch aus anderen Körperbereichen entnommene Sehnen ersetzt werden (Bandersatzplastik). In den allermeisten Fällen werden die dafür notwendigen Sehnen aus der Kniekehle des verletzten Kniegelenkes entnommen und in den Bereich des ausgelockerten Bandes eingesetzt. Postoperativ ist eine Teilbelastung von 2 bis zu 6 Wochen notwendig, um das Einheilen des Sehnentransplantates in das Gelenk zu gewährleisten. Oftmals ist in der Frühphase der Nachbehandlung auch eine Reglementierung der Gelenkbeweglichkeit mithilfe einer speziellen Orthese erforderlich. Die meisten Operationen zur Bandstabilisierung können minimal invasiv, meist kurzstationär (1-2 Tage stationär), erfolgen. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt unmittelbar nach der Operation und sollte ab der 7. Woche postoperativ im Rahmen einer oftmals ambulant durchzuführenden Reha intensiviert werden.

KREUZBANDNAHT

Ein weiterer operativer Schwerpunkt besteht seit Jahren in der erhaltenden Chirurgie des Kreuzbandes nach Kreuzbandriss (Kreuzbandnaht). Mit einem speziellen Operationsverfahren wird das zerrissene Kreuzband wieder an den anatomischen Ursprungsort fixiert und mit einem reißfesten Faden geschient (Ligamys Verfahren ligamys.com/de/home/patient/start.html).

 

Die Patienten müssen allerdings innerhalb von 3 Wochen nach stattgehabter Kreuzbandverletzung operiert werden, so dass hier kurzfristig ein Vorstellungs- und Operationstermin bei Professor Varoga vereinbart werden muss. Die Rehabilitation ist verglichen mit der Kreuzbandersatzplastik schneller, die Rückkehr zum Sport und in den Beruf ebenfalls beschleunigt. Nach Kreuzbandnaht verbleibt im Falle einer ungenügenden Heilung nach wie vor die Möglichkeit der Kreuzbandersatzplastik.

 

Prof. Varoga ist einer der wenigen Referenzoperateure für das Ligamys Verfahren in Schleswig-Holstein. 

KORREKTUROPERATION 

(Umstellungsoperation) 

Bei Achsfehlstellungen mit einseitiger Überlastung und Knorpelschädigung des Kniegelenkes (X-oder O-Beinachse) werden regelmäßig Osteotomien (operative Achskorrekturen) durchgeführt. Weitere Notwendigkeiten zur Achskorrektur sind zum Teil bei wiederkehrenden Verrenkungen der Kniescheibe und/oder Schmerzen um die Kniescheibe gegeben. Vor einer geplanten Korrekturoperation erfolgt eine Röntgenaufnahme des gesamten betroffenen Beines im Stand, anhand derer der Ort der knöchernen Fehlstellung evaluiert wird. Am Ort der knöchernen Fehlstellung (bei O-Beinen meist das Schienbein, bei X-Beinen meist der Oberschenkel) wird dann die Korrekturoperation durchgeführt. Hierbei wird der betroffene Knochen einseitig geschwächt (Osteotomie), die Fehlstellung korrigiert und mittels einer winkelstabilen Platte wie ein Knochenbruch stabilisiert. Postoperativ ist durch die Schwächung des Knochens eine 4-6-wöchige Teilbelastung des operierten Beines notwendig. Die meisten Korrekturoperationen können kurzstationär (ca. 3 Tage stationär) durchgeführt werden. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt unmittelbar nach der Operation und sollte ab der 7. Woche postoperativ im Rahmen einer oftmals ambulant durchzuführenden Reha intensiviert werden.

MENISKUSVERLETZUNG

Mit sehr hoher OP Frequenz werden meniskuserhaltende Operationen (Meniskusrefixationen) durchgeführt. Bedingt durch den Erhalt des Restmeniskus nach Refixation im Vergleich zur sonst üblichen Meniskusentfernung kann möglicherweise der Verschleißprozess im Kniegelenk verlangsamt oder reduziert werden. Die Operationen werden minimal invasiv, meist ambulant, durchgeführt.

 

Bei Teilentfernung des betroffenen Meniskusanteils kann unmittelbar in den Tagen nach der Operation mit einer Aufbelastung des operierten Gelenkes in Abhängigkeit von Schwellung und Schmerzen begonnen werden.

 

Bei Meniskusrefixationen, bei denen ein Teil des eingerissenen Meniskus repariert wird, kann in Abhängigkeit der Rissform und der -größe auch eine Teilbelastung des betroffenen Beines für einige Wochen notwendig werden. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt unmittelbar nach der Operation und wird bis zur Erlangung einer freien Gelenkbeweglichkeit fortgeführt.

 
 
 
 
 

SCHMERZZUSTÄNDE DER KNIESCHEIBE

(Patellofemorales Gelenk)

Chronische Schmerzen rund um die Kniescheibe sind oftmals durch ein Knorpelschaden unter der Kniescheibe oder im Bereich der oberschenkelseitigen Gleitrinne bedingt. Weitere Ursachen können eine Instabilität oder ein Fehllgleiten der Kniescheibe in der Gleitrinne sein. Im Rahmen eines Fellowships an der international renommierten Klinik für Orthopädie in Lyon, Frankreich (Prof. Neyret, Prof. Dejour) konnte Prof. Varoga umfangreiche Erfahrung im Bereich der patellafemoralen Chirurgie sammeln. Schwerpunkte sind hier stabilisierende oder entlastende Bandplastiken der Kniescheibe und knöcherne Korrekturoperationen, oft in Kombination mit Knorpelersatzoperationen. Bei Instabilitäten der Kniescheibe wird meist das innerseitige Kniescheibenhalteband gerafft oder durch eine aus der Kniekehle entnommene Sehne verstärkt (MPFL Plastik). Seltener wird das Fehlgleiten der Kniescheibe auch durch eine knöcherne Korrektur am Schienbeinkopf (Tuberositasversatz) oder durch eine entlastende Bandplastik an der Außenseite der Kniescheibe (Retinakulumverlängerungsplastik) verbessert.

 

Das Operationsverfahren wird in Abhängigkeit von der präoperativen Diagnostik (klinischer Befund, Röntgen, MRT) ausgewählt. Postoperativ ist abhängig vom Operationsverfahren eine Teilbelastung von 2 bis zu 6 Wochen notwendig. Oftmals ist in der Frühphase der Nachbehandlung auch eine Reglementierung der Gelenkbeweglichkeit mithilfe einer speziellen Orthese notwendig. Die meisten Operationen zur Kniescheibenstabilisierung können kurzstationär (1-3 Tage stationär) durchgeführt werden. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt unmittelbar nach der Operation und sollte ab der 7. Woche postoperativ im Rahmen einer oftmals ambulant durchzuführenden Reha intensiviert werden.

SCHIENBEINKOPFBRÜCHE

Bei verschobenen Brüchen des Schienbeinkopfes sollte zur Sicherung einer guten Funktion des Kniegelenkes eine operative Stabilisierung und Einrichtung des Bruches erfolgen. Die Reposition des verschobenen Bruches kann oftmals arthroskopisch kontrolliert werden. Hier werden winkelstabile Titanimplantate verwendet, die eine frühzeitige Mobilisierung des operierten Gelenkes ermöglichen. Die meisten Operationen können kurzstationär (3 Tage stationär) durchgeführt werden. In Abhängigkeit der Bruchlokalisation muss eine Teilbelastung des verletzten Kniegelenkes für mindestens 6 Wochen erfolgen. Oftmals ist in der Frühphase der Nachbehandlung auch eine Reglementierung der Gelenkbeweglichkeit mithilfe einer speziellen Orthese notwendig. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt unmittelbar nach der Operation und sollte ab der 7. Woche postoperativ im Rahmen einer oftmals ambulant durchzuführenden Reha intensiviert werden.

 

 GELENK– & SPORTCHIRURGIE 

PROF. DR. DEIKE VAROGA